Politik

Rohstoffgeschäfte mit KasachstanTrump-Söhne profitieren von Milliarden-Deals der US-Regierung

29.06.2026, 15:18 Uhr
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Die Präsidentschaft ihres Vaters lohnt sich auch für Eric (r.) und Don Jr. (Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Ein US-Unternehmen bekommt Zugang zu einem der weltweit größten unerschlossenen Wolframvorkommen. Noch vor der Unterzeichnung eines Abkommens zwischen der Trump-Regierung und Kasachstan verschaffen sich die Trump-Söhne offenbar eine lukrative Beteiligung.

Die Söhne von US-Präsident Donald Trump und US-Handelsminister Howard Lutnick profitieren offenbar finanziell von zahlreichen Deals der US-Regierung zum Abbau kritischer Rohstoffe in Milliardenhöhe. Wie die "New York Times" unter Berufung auf Unterlagen von US-Bundesbehörden berichtet, haben beide Familien einen finanziellen Bezug zu mindestens 14 Unternehmen, die aktiv mit der Trump-Regierung an Bergbaugeschäften arbeiten.

Demnach sollen alle 14 dieser Unternehmen entweder direkt von Angeboten finanzieller Unterstützung durch die Regierung profitiert oder noch laufende Genehmigungsanträge beim Handelsministerium von Minister Lutnick haben. Der Gesamtbetrag der von der Trump-Regierung bereits- oder in Aussicht gestellten Bundesmittel für diese Unternehmen übersteige 8,9 Milliarden US-Dollar, heißt es in dem Bericht.

Der Zeitung zufolge schaltete sich Präsident Trump persönlich in Geschäfte ein, von denen seine Söhne später profitieren würden. Im vergangenen September etwa habe er sich telefonisch dazugeschaltet, als Handelsminister Lutnick den kasachischen Präsidenten in einem New Yorker Hotel traf. Trump und sein Team hätten eine Vereinbarung mit dem Staatschef erreicht, "einem wenig bekannten amerikanischen Unternehmen Zugang zu einem der weltweit größten unerschlossenen Wolframvorkommen zu gewähren", schreibt die "New York Times".

Wolfram ist ein kritischer Rohstoff. Die USA benötigen das Metall dringend für die Herstellung von Raketensprengköpfen, Kampfjets, Computerchips und anderen sicherheitspolitisch relevanten Gütern. Dem Bericht zufolge genehmigte die Trump-Regierung schon vor der Unterzeichnung einer Absichtserklärung zwischen Kasachstan und den USA vorläufige Anträge auf bis zu 1,6 Milliarden US-Dollar an Bundesfinanzierung für das bis dato kaum bekannte Unternehmen, das mittlerweile Kaz Resources heißt und plant, mit den Bauarbeiten für das Projekt im ländlichen Kasachstan zu beginnen.

Die Söhne von Präsident Trump und Handelsminister Lutnick hätten kurze Zeit nach dem Treffen mit dem kasachischen Präsidenten begonnen, Geschäftsbeziehungen mit Partnern einzugehen, die an dem von ihren Vätern ausgehandelten Geschäft beteiligt sind. Binnen weniger Wochen nach den Verhandlungen schlossen sich Investoren der Firma Dominari Securities, die ihren Sitz im New Yorker Trump Tower hat und teilweise den beiden ältesten Söhnen des Präsidenten, Donald Trump Jr. und Eric Trump, gehört, mit anderen Partnern zusammen, um einen Anteil von 20 Prozent an einem mit dem Kasachstan-Projekt verbundenen Unternehmen zu erwerben, wie die "New York Times" berichtet.

Etwa zur gleichen Zeit habe die Investmentgesellschaft Cantor Fitzgerald einem der führenden Investoren, der bei dem kasachischen Geschäft mit Dominari Securities zusammenarbeitet, dabei geholfen, 210 Millionen Dollar an neuem Kapital für ein mit dem Deal verbundenes Unternehmen zu beschaffen. Bei Cantor Fitzgerald handelt es sich laut der Zeitung um ein von der Familie Lutnick kontrolliertes und von den Minister-Söhnen Brandon und Kyle Lutnick geleitetes Unternehmen. Demnach bringen solche Finanzierungsrunden Cantor in der Regel Gebühren in Millionenhöhe ein.

Die Absichtserklärung mit Kasachstan wurde schließlich am 6. November 2025 unterzeichnet, sechs Tage nach der Investition der Trump-Söhne und ihrer Partner, die zu diesem Zeitpunkt noch nicht öffentlich bekannt gegeben worden war. Die "New York Times" spricht in diesem Zusammenhang von der Fortsetzung eines "Musters der Selbstbereicherung" in der zweiten Amtszeit von Präsident Trump, "das in der amerikanischen Geschichte kaum seinesgleichen" habe.

Quelle: ntv.de, dsc

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